Wenn du über die Schuhsammlung im Vorraum fällst und dein Kleiderkasten zum Bersten voll ist, wird es Zeit auszumisten.

Anstatt deine Sachen zu besitzen, besitzen deine Sachen dich? Sollte einer oder mehrere Punkte der folgenden Liste auf dich zutreffen, dann solltest du dich von Dingen, die du nicht mehr brauchst, trennen.

  • Du hast so viele Sachen, dass du das was du suchst, gar nicht mehr oder nur schwer findest.
  • Du hast das Gefühl, zu viel Zeug zu haben.
  • Dich nervt der ganze Kram einfach nur noch.
  • Du hast einfach keinen Platz mehr und räumst alles nur noch hin und her.
  • Du fühlst dich in deiner Wohnung nicht mehr wohl.
  • Du hast das Gefühl, die ganzen Sachen erdrücken dich.
  • Du findest es mühsam, ständig nach Stauraum zu suchen, wo du deinen Kram unterbringst.

Wie startest du am Besten mit dem Ausmisten?

Bevor du mit dem Ausmisten anfängst, solltest du dir die Frage stellen, was du dir von deiner ausgemisteten und aufgeräumten Wohnung erwartest.

Was ist dein Ziel?

Willst du überflüssigen Ballast abwerfen und dich wieder befreit fühlen? Möchtest du dich von allen Dingen trennen, für die du keine Verwendung mehr hast?

Was machst du mit den Dingen, die dich nicht mehr glücklich machen oder du das Gefühl hast, sie saugen dir unbewusst Energie aus?

Erst, wenn du weißt, was du vom Ausmisten erwartest, wirst du durchhalten. Wie oft hast du bisher schon angefangen, auszumisten? Und wie oft hast du dein Vorhaben wieder aufgegeben? Und warum? Weil du kein Ziel hattest.

Also überlege dir zuerst, warum du Ordnung schaffen willst. Es gibt Leute, die nehmen sich für´s entrümpeln Urlaub und ziehen die ganze Sache in einem Ruck durch.

Oder du nimmst dir jeden Tag einen Raum vor, denn du ausmistest. Plane dir dazu jeden Tag eine fixe Zeit ein und notiere dir dein Vorhaben als fixen Termin im Kalender.

Versuche auch, dein Vorhaben nicht allzusehr in die Länge zu ziehen und notiere dir, wann du mit deiner Entrümpelungsaktion fertig sein möchtest.

Bereite dir vorab Kartons und Müllsäcke vor, damit du keine Ausrede hast, nicht damit anzufangen.

Teile alle Dinge in du weggeben möchtest, in eine der drei Kategorien ein:

  1. Kategorie: Dinge, die noch ok und gut erhalten sind und die du noch verkaufen möchtest. Du kannst deine Sachen auf Online-Plattformen wie Ebay oder Willhaben verkaufen oder auch ganz klassich auf einem Flohmarkt.

  2. Kategorie: Dinge, die noch gut sind und du verschenken oder spenden möchtest. Du kannst die Sachen beispielsweise an Freunde verschenken oder aber du spendest sie an Wohltätigkeitsorganisationen. Diese freuen sich immer über Spenden.

  3. Kategorie: Dinge, die kaputt oder unbrauchbar sind und entsorgt werden.

Wie miste ist richtig aus?

Als kleine Hilfe zum richtigen Ausmisten kann ich dir das Buch von Marie Kondo empfehlen. Ich habe es zwar nicht ganz so extrem betrieben, aber es hat mich doch sehr zum Nachdenken und Umdenken angeregt.

Viele machen den Fehler und misten von Zimmer zu Zimmer aus. Jedoch siehst du hier nicht, wie viele Sachen du von einer Kategorie hast.

Als Beispiel nehmen wir deine Kleidungsstücke. Einen Teil davon hast du im Schlafzimmer. Im Vorraum hängen Jacken und Mäntel und ein paar Kleidungsstücke hast du vielleicht noch in einem weiteren Raum hängen.

Wenn du nun im Schlafzimmer den Kleiderschrank ausmistest, fallen dir nur drei Jacken auf. Dass du aber im Vorraum noch weitere 4 Jacken hängen hast, ist dir nicht bewusst. Deshalb werden wir nach Kategorien aufräumen.

Also Kleidung, Bücher, Kosmetik etc. Dadurch, dass du erstmal alles auf einen Haufen wirfst, wird dir bewusst, wie viel du eigentlich besitzt.

Wenn du alle Kleidungsstücke auf einem Haufen siehst, merkst du, dass du mehr als genug Kleidung besitzt. Dann fällt dir auf, dass du fünf weiße Blusen und 20 T-Shirts hast.

Es wird dir leichter fallen, dich von 5 schwarzen T-Shirts zu trennen, wenn du siehst, dass du noch 7 weitere schwarze Shirts hast.

Am besten mistest du in folgender Reihenfolge aus:

  1. Kleidung
  2. Bücher
  3. Papiere
  4. Kleinkram
  5. Erinnerungsstücke

Nimm dir Zeit und mache dir bewusst, wieviel du besitzt und was du wirklich brauchst und auch nutzt. Es bringt nichts, die Wohnung mit Dingen vollzustellen, die du weder nutzt noch dir Freude machen.

Schluss mit irgendwann!

Schluss mit deinen Ausreden. Irgendwann kommt nie! Und das wissen wir nur zu gut. Denk an die Kosmetikproben, die du irgendwann mal aufbrauchen willst. Die Jeans, die dir seit drei Jahren zu klein ist, die du aber hortest, weil du irgendwann mal wieder reinpassen willst.

Trenne dich von Dingen, von denen du dir einredest, dass du sie irgendwann aufbrauchst, verwendest oder wieder reinpasst. Sie machen dir nur ein schlechtes Gewissen und kosten dich unnötig Energie. Also weg damit.

In Zukunft besitzt du nur noch Dinge, die dich glücklich machen. Wer will schon Dinge und Sachen um sich haben, die unglücklich machen? Niemand.

Also weg damit. Auch von Kleidung, die du nie getragen hast oder Büchern, die noch in Folie eingeschweißt sind kannst du dich trennen. Ausmisten und Aufräumen soll den Weg frei machen und für ein neues Lebensgefühl sorgen.

Laut Marie Kondo entspricht die Unordnung der Wohnung der Unordnung im Herzen. Richtiges Entrümpeln soll dem Glück einen neuen Platz in deinem Zuhause geben.

Also starte noch heute dein Projekt: Erfolgreich ausmisten! Lass mich in Kommentaren gerne an deinem Projekt teilhaben.