Auf diesem Blog habe ich schon öfter erwähnt, dass du an deinen Glaubenssätzen arbeiten musst. Linda schreibt auf dem Blog mymoneymind.de über das richtige Money-Mindset.

Wie wichtig es ist, sich damit auseinander zu setzen, zeigt die Geschichte von Linda. Im Interview erzählt sie wie sie es aus der Privatinsolvenz geschafft hat und wie du an deinen Glaubenssätzen arbeiten kannst.

Stell dich kurz den Leserinnen vor und wie du auf das Thema Finanzen gekommen bist.

Wie so viele andere Frauen habe ich mich lange nicht um mein Geld gekümmert. Irgendwie war immer genug da, also gab es keinen Anlass für mich, dort aktiv zu werden.

Mit 32 habe ich geheiratet und später zusammen mit meinem damaligen Mann ein sanierungsbedürftiges Haus gekauft. Obwohl ich kaum eigenes Einkommen hatte, habe ich den Darlehensvertrag mit unterschrieben.

Als ich 37 Jahre alt war, ist mein Mann gestorben und ich stand plötzlich mit einem Haus da, das ich nicht abbezahlen konnte. Mir blieb nichts anderes übrig, als Privatinsolvenz anzumelden. Mit meinen Finanzen oder meinem Mindset habe ich mich aber trotzdem noch lange nicht beschäftigt. Es hat noch viel Jahre gedauert, bis es soweit war und ich irgendwie geahnt habe, dass es nochmehr im Leben geben muss.

2014 habe ich meinen Blog gestartet. Zuerst noch unter einem anderen Schwerpunkt, aber schon nach ein paar Monaten bin ich immer mehr zum Thema Geld gewechselt, weil die Schulden und mein Umgang mit Geld mein Leben bestimmt hat.

Auch wenn ich hoch verschuldet war, geht es auf meiner Seite nicht um den Schuldenabbau. Ich zeige dort meinen Weg zu einem besseren Money-Mindset, wie du deinen Umsatz steigerst und das bedrückende Gefühl der Angst ablegst, dass viele Frauen haben, egal wieviel Geld sie verdienen.

Du hast deine Privatinsolvenz als Chance gesehen und dein Leben komplett geändert. Woher hast du den Mut und die Kraft genommen, deine finanzielle Situation zu ändern?

Meinen Weg öffentlich über meinen Blog zu gehen, war sozusagen meine Therapie. Alleine im stillen Kämmerlein hätte ich wahrscheinlich keinen Spaß daran gehabt.

Aber so war ich in einem inspierenden Umfeld, habe andere Coaches und Online-Unternehmer kennengelernt. Von Mut und Kraft würde ich aber nicht reden. Ich wollte unbedingt mein Leben ändern, wollte mehr erleben, reisen und mehr verdienen.

Das war und ist mein Antrieb, auch wenn es zwischendurch schwierig wurde. Außerden hat es irgendwann angefangen, Spaß zu machen, meine finanzielle Situation zu ändern. Letztendlich ändere ich nicht meine Situation, sondern ich ändere mich. Dadurch ändert sich alles.

Auf deinem Blog geht es um das richtige Money-Mindset. Viele Frauen haben negative Glaubenssätze wenn es um das Thema Geld geht. Woher kommen diese und mit welchen negativen Glaubenssätzen kämpfen die meisten Frauen?

Nicht nur Frauen, sondern auch Männer haben häuftig negative Glaubenssätze zum Geld. Ich habe aber auf meiner Webseite und in meiner Facebook-Gruppe gemerkt, dass Frauen oft denken, dass sie nicht gut genug oder es nicht wert sind, um mehr Geld zu verdienen.

Auch der Glaubenssatz “Ich kann es mir nicht leisten” spielt bei vielen eine wichtige Rolle. “Ich kann mir das nicht leisten” war übrigens auch einer der Sätze, die mich lange geprägt haben. Solche Glaubenssätze werden dir vor allem in der Kindheit eingetrichtert.

Von den Eltern, Lehrer, Freunden und anderen Menschen, mit denen du zu tun hast. Das geschieht nicht aus Boshaftigkeit, sondern weil die meisten Menschen es nicht anders kennen. Bei meinen Eltern war beispielsweise jeden Tag harte Arbeit angesagt und ein Mittagsschlaf war notwendig, um den Tag gut zu überstehen.

Ich habe dadurch als Kind gelernt, dass Geld verdienen anstrengend ist. Gerade in der heutigen Zeit stimmt das aber nicht mehr automatisch, trotzdem steckt der Satz in vielen Köpfen. Darum ist es wichtig, sich darüber bewusst zu werden, um mit Spaß und Leichtigkeit Geld verdienen zu können.

Was sind deine wichtigsten Money-Mindset-Tipps?

  1. Konzentriere dich nicht auf deinen negativen Glaubenssätze. Damit lenkst du den Fokus aufs Negative und den Mangel und ziehst dadurch immer mehr davon an.
  2. Setz dir berufliche Ziele. Wieviele neue Kunden willst du haben? Was ist dein Umsatzziel? Willst du ein neues Projekt starten?
  3. Mehr Spaß durch Sparziele. Wenn du etwas gefunden hast, worauf du richtig Bock hast und gerne dafür sparst, merkst du langsam aber sicher, wie du insgesamt anders Geld ausgibst. Mein großes Sparziel ist zum Beispiel eine coole Motoryacht, die ich als Büro nutzen werde.
  4. Such dir Unterstützung. Ich könnte es mir nicht vorstellen, alleine an meinem Mindset zu arbeiten. Schon als ich noch in der Privatinsolvenz war, habe ich mich coachen lassen und war in Mastermind-Gruppen.
  5. Das macht es so viel leichter und angenehmer, dran zu bleiben. Dank des Internets musst du nicht einmal mehr das Haus dafür verlassen” Mastermind-Gruppen mit gleichgesinnten Frauen über Skype, Facebook-Gruppen oder Blogs sind ideal, um immer weiterzumachen und sich inspirieren zu lassen.

Vielen Dank Linda, dass du dir Zeit genommen hast, meine Fragen zu beantworten. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg.